Noemi Flubacher erhält den ersten Joseph-Gottlieb-Kölreuter-Preis für Nachhaltigkeit

Noemi Flubacher, Doktorandin am Karlsruher Institut für Technologie, ist am 14.10.2021 mit dem Joseph-Gottlieb-Kölreuter-Preis für Nachhaltigkeit ausgezeichnet worden. Sie erhielt den Preis für ihre ausgezeichnete Masterarbeit über die chemische Kommunikation zwischen dem Pilz Neofusicoccum parvum und Weinreben. Der Pilz besiedelt gemeinsam mit anderen holzbewohnenden Mikroorganismen Weinreben ohne die Pflanzen zu schädigen. Wenn die Pflanze ungünstigen Bedingungen wie Trockenheit und Hitze ausgesetzt ist, nehmen die Mikroorganismen dies wahr und stellen auf ein pathogenes Entwicklungsprogramm um.  Die Weinpflanzen sterben letztlich an der sogenannten Esca-Krankheit, da bisher keine Behandlungsmöglichkeit gefunden wurde. Frau Flubacher hat in ihrer Arbeit ein Stoffwechselprodukt des Pilzes charakterisiert, welches die pflanzliche Abwehr unterdrückt und neue Wege der Bekämpfung dieser Krankheit, die sich in der Region aufgrund des Klimawandels immer stärker ausbreitet, eröffnet.

René Sander (Kunsthalle Karlsruhe), Noemi Flubacher (KIT), Prof. Peter Nick (KIT)

Die Preisverleihung fand im Rahmen einer gemeinsamen Führung von Frau Flubacher und René Sander in der Kunsthalle Karlsruhe durch die Ausstellung Inventing Nature statt, bei derAspekte der Ausstellung und wissenschaftlichen Arbeit beleuchtet wurden. Joseph Gottlieb Kölreuter war ein Genetiker, der im Botanischen Garten in Karlsruhe forschte und bahnbrechende Ergebnisse auf dem Gebiet der Genetik publizierte. Der Verein der Freunde und Förderer des Botanischen Garten des KIT schreibt den Joseph-Gottlieb-Kölreuter-Preis für Nachhaltigkeit einmal im Jahr für exzellente Masterarbeiten an Karlsruher Hochschulen aus, die sich mit Aspekten einer verbesserten Nachhaltigkeit oder Artenschutz im Bereich der Botanik befassen.

Michael Riemann

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