Tag des offenen Denkmals

Sonntag, 13.09.2026, 10:00 – 17:00 Uhr

Am Tag des offenen Denkmals lädt der Freundeskreis Botanischer Garten am KIT e.V. zur Besichtigung der Gartenanlage ein. Neben den großartigen Gewächshäusern und der Außenanlage finden Sie einen  Infostand mit historischen Informationen zu den wissenschaftlichen Gärten in Karlsruhe sowie  kostenlose botanische Führungen um 11, 13 und 15 Uhr.

Das diesjährige Motto der Deutschen Stiftung Denkmalschutz lautet: „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Da es sich bei dem Botanischen Garten am KIT um einen Garten der Wissenschaft handelt, spielte schon immer die Vernetzung auf unterschiedlichen gesellschaftlichen Ebenen eine substanzielle Rolle – man denke z.B. nur an die „Nothhülfe“-Aktion des damaligen Chef-Botanikers Carl Christian Gmelin als Reaktion auf das „Jahr ohne Sommer“ 1816.

Der Botanische Garten am KIT steht für eine jahrhundertealte botanische Forschungstradition in Karlsruhe und ist schon immer ein Ort, an dem für ökologische Probleme bei Nutzpflanzen erfolgreich nach Lösungen in der Natur gesucht wird. Große Teile des Gartens stehen für jedermann offen und bieten eine ideale Umgebung zur Erholung, Bildung und Begegnung zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit.

Die Stadt Karlsruhe schaut in diesem Jahr besonders auf den Stadtbaumeister Friedrich Weinbrenner – anlässlich dessen 200jährigen Todestags. Weinbrenner gehörte auch zum damaligen Prominenten-Netzwerk von C. C. Gmelin, welches 1815 mit einem Besuch von Johann Wolfgang von Goethe beehrt wurde. Details zu diesem Besuch erfährt man am Infostand des Freundeskreis Botanischer Garten.

Bei den Botanischen Führungen am Denkmaltag (bei freiem Eintritt) wird vor allem der Blick auf die „wilde Vielfalt im Garten“ als wichtige natürliche Voraussetzung sowohl für die botanische Forschung als auch für eine gesunde Ökologie in urbaner Umgebung gelenkt. Eine Anmeldung zu diesen Führungen ist nicht erforderlich aber, zur Planungsunterstützung, erwünscht (unter: www.kit-gartenfreunde.de/veranstaltungen).
Josef Franz

Freundeskreis führt Abnahme des BANU-Artenkenntniszertifikats durch

Artenkenntniszertifikat

Zum dritten Mal haben sich am Samstag (11.07.2026) 26 Prüflinge am KIT (Karlsruher Institut für Technologie) ihr Wissen rund um Pflanzenarten bescheinigen lassen. 200 Pflanzenarten mussten die Teilnehmenden dabei kennen und sie außerdem den richtigen taxonomischen Gattungen und Familien zuordnen. Dafür wurde ihnen von der Umweltakademie Baden-Württemberg bei bestandener Prüfung das BANU-Zertifikat Bronze in Feldbotanik verliehen. Durchgeführt wurde die Prüfung von Laura Sailer aus der Umweltakademie und Maren Riemann aus dem Freundeskreis Botanischer Garten am KIT.
Die Prüfung ist zwischenzeitlich Deutschland- und Schweizweit etabliert und bereits an einigen Universitäten ins Curriculum integriert. Neben Hohenheim, Freiburg, Konstanz, Tübingen und Koblenz möchte nun auch Heidelberg das Zertifikat in das Biologie-Studium einbauen. So war dieses Mal Dr. Nora Walden aus der Arbeitsgruppe von Prof. Markus Koch aus Heidelberg zu Gast, um den Ablauf kennenzulernen.
Zu Gast war auch Daniel Mederer. Als Koordinator der bundesweiten BANU Zertifikate überprüft er die Gleichwertigkeit und Qualitätsstandards, sodass sicher davon ausgegangen werden kann, dass das Zertifikat auf professionellem Niveau stattfindet.

Der Freundeskreis zu Gast bei Terra Medica

Die diesjährige Exkursion des Freundeskreis Botanischer Garten am KIT  führte uns nach Staffort zu Terra Medica, dem Anbaugelände der Arzneipflanzenkulturen der Dr. Willmar Schwabe-Gruppe – und sie hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Bei bestem Sommerwetter erhielten wir während einer rund zweieinhalbstündigen Führung spannende Einblicke hinter die Kulissen des nachhaltigen Arzneipflanzenanbaus.

Schon beim Rundgang durch Gewächshäuser und Freilandkulturen wurde deutlich, mit wie viel Fachwissen, Sorgfalt und Leidenschaft hier gearbeitet wird. Besonders beeindruckten die große Vielfalt der angebauten Arzneipflanzen sowie die zahlreichen Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität. Über die Jahre hat sich das Gelände zu einer echten Oase der Artenvielfalt entwickelt. Ebenso eindrucksvoll ist der konsequente Ansatz, den Arzneipflanzenanbau in Deutschland weiter auszubauen und dadurch Wildsammlungen im Ausland zu reduzieren.

Ein besonderer Dank gilt unserem Vereinsmitglied Dr. Heiko Hentrich, Botaniker und fachlicher Leiter der Arzneipflanzenkulturen bei Terra Medica. Mit seiner Begeisterung für die Pflanzen, seinem großen Fachwissen und vielen spannenden Einblicken machte er die Führung zu einem besonderen Erlebnis.

Wir haben nicht nur viel Neues gelernt, sondern auch einen rundum gelungenen Vormittag erlebt.

Wer neugierig geworden ist und mehr über Terra Medica erfahren möchte, findet weitere Informationen unter: www.terramedica.de