Neue Ausstellungs-Laube bereichert den Botanischen Garten am KIT

Der Botanische Garten am KIT verfügt über einen neuen Ort für Information und Begegnung: Der Freundeskreis Botanischer Garten am KIT hat eine Laube finanziert und errichtet, die künftig für botanische Poster, Kunst und weitere Ausstellungen genutzt werden kann.

Konzipiert wurde die Laube von unserem Vorstandsmitglied Josef Franz. Mit Unterstützung engagierter Studierender und weiterer Vereinsmitglieder übernahm er auch den Aufbau und setzte das Projekt in den vergangenen Wochen mit großem Einsatz um. Die Laube wird nun von Mitarbeitenden des Botanischen Gartens mit Rankpflanzen begrünt und fügt sich damit Schritt für Schritt in das Gartenbild ein.

Die Ausstellungs-Laube schließt eine bestehende Lücke: Bislang gab es im Botanischen Garten keinen geeigneten Ort, um Poster und Ausstellungen dauerhaft und ansprechend zu präsentieren. Aktuell ist hier die Ausstellung „Wilde Vielfalt im Garten“ zu sehen, die im Rahmen der bundesweiten Woche der Botanischen Gärten entstanden ist. Die Laube befindet sich direkt am Eingang, einfach nach links wenden – sie ist nicht zu übersehen.

Mit Projekten wie dieser Laube wird sichtbar, wie wir als Freundeskreis den Botanischen Garten durch Engagement und Zusammenarbeit konkret mitgestalten und der Öffentlichkeit besser zugänglich machen. Wenn Sie sich ebenfalls für den Botanischen Garten begeistern, freuen wir uns über Ihre Mitwirkung im Freundeskreis – sei es einfach als Mitglied oder durch aktive Mitarbeit.

Nachts im Garten: Ein leuchtendes Erlebnis für Entdeckungsfreudige

Lichtfang-Bild

Am Samstag, den 13. Juni 2026, erhielten mehr als 20 Teilnehmende bei der Abendveranstaltung „Artenvielfalt am Leuchtturm“ einen seltenen Einblick in das nächtliche Leben des Botanischen Gartens am KIT. Was tagsüber meist verborgen bleibt: Der Garten ist auch nach Einbruch der Dunkelheit ein wichtiger Lebensraum für Nachtfalter und zahlreiche weitere Insekten.

Unter der Leitung von Michael Falkenberg (Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe) sowie Julia Blendl und Michelle Brix (Pädagogische Hochschule Karlsruhe) wurden an mehreren Lichtfangtürmen Insekten angelockt, beobachtet und bestimmt. Die Gäste konnten selbst aktiv werden und die erstaunliche Artenfülle der Nacht entdecken.

Die Ausbeute konnte sich sehen lassen: Mehr als 60 Arten von Großschmetterlingen wurden im Laufe des Abends nachgewiesen. Viele Gäste waren überrascht, wie farbenprächtig und formenreich Nachtfalter sind und welche Vielfalt sich im Botanischen Garten entfaltet, sobald die Sonne untergegangen ist.

Die Veranstaltung machte wieder einmal deutlich, welchen Wert der Botanische Garten am KIT als Rückzugsort für die biologische Vielfalt mitten in Karlsruhe besitzt – und dass es sich lohnt, auch die oft übersehenen Bewohner der Nacht genauer in den Blick zu nehmen und sich für ihren Schutz einzusetzen.

Ein herzlicher Dank gilt Michael Falkenberg, Julia Blendl und Michelle Brix, die mit ihrem Engagement und ihrem Fachwissen diesen besonderen Abend ermöglicht haben.

 

Fotos einiger der gefundenen Falter haben wir auf der Biodiversitäts-Plattform iNaturalist hochgeladen. Unter folgendem Link können Sie dort übrigens alle bisher im Botanischen Garten dokumentierten Beobachtungen einsehen – auch ohne eigenen Account:
🔗  https://www.inaturalist.org/projects/artenvielfalt-im-botanischen-garten-am-kit

Sie sind herzlich eingeladen, selbst mit Fotos zur Dokumentation der Artenvielfalt im Botanischen Garten beizutragen. Es ist wirklich einfach! Auf unserer Webseite finden Sie eine kurze Anleitung:
🔗 https://kit-gartenfreunde.de/inaturalist

Joseph-Gottlieb-Kölreuter-Preis: Forschung zu Verbuschung auf Almen ausgezeichnet

Michael Bott erhält den Preis vom Vorsitzenden des Freundeskreises Michael Riemann

Am Samstag, den 09. Mai, fand unsere feierliche Verleihung des Joseph-Gottlieb-Kölreuter-Preises an Michael Bott (links im Bild) statt. Mit dieser Auszeichnung würdigen wir seine herausragende Masterarbeit „Einflüsse der Verbuschung auf die Pflanzengesellschaften von Almen im Nationalpark Berchtesgaden“.

Michael Botts Arbeit war Teil des größeren AgroMissionHub-Projekts und konzentriert sich auf die vegetationskundliche Untersuchung der Auswirkungen von Verbuschung. Seine Studie liefert wichtige Erkenntnisse darüber, wie sich die Ausbreitung von Gehölzen auf die Pflanzenvielfalt in Almökosystemen auswirkt. Die Ergebnisse tragen maßgeblich dazu bei, zukünftige Schutzmaßnahmen wissenschaftlich zu fundieren.

Die Preisverleihung fand bei bestem Wetter im Botanischen Garten des KIT statt. Nach einem informativen Vortrag von Michael Bott zu seinen Forschungsergebnissen lud der Freundeskreis zu Wein und Snacks ein, was zu einem lebhaften Austausch unter den Gästen führte.

Wir gratulieren Michael Bott herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung und danken allen, die diesen besonderen Abend mitgestaltet haben!

Aktuell läuft die Ausschreibung für den nächsten Kölreuter-Preis – wir freuen uns auf viele herausragende Einsendungen.