Prof. Dr. Peter Nick (KIT): El Niño am Oberrhein – was der Klimawandel für unsere Landwirtschaft bedeutet.

Vortrag und Führung

26.04.2020, 11:15-12:30, Botanisches Institut, Fritz-Haber-Weg 4, Gebäude 30.43, EG

Nördlich der peruanischen Stadt Trujillo entdeckte man vor einigen Jahren die Spuren der prä-Inka-Kultur Tiahuanuco-Wari. Sie brach unter sozialen Spannungen zusammen, weil es ihr nicht gelang, mit dem Klimaphänomen El Niño umzugehen. Blüht uns dasselbe? Die letzten Sommer gaben uns einen Vorgeschmack – infolge der Trockenheit brechen die Ernten ein, neue Krankheiten fordern einen hohen Blutzoll und jahreszeitliche Rhythmen laufen aus dem Ruder. Wie bekommen wir unsere Landwirtschaft klimafest? Dazu müssen wir neue Prioritäten setzen – es geht nicht mehr um hohe Erträge um jeden Preis, sondern um Stärkung der Widerstandsfähigkeit. Ohne Wissenschaft wird das zum Stochern im Nebel. Wie können Pflanzen Stress erkennen und darauf reagieren, warum haben unsere Kulturpflanzen diese Fähigkeit weitgehend verloren, und was können wir tun, um ihnen diese Fähigkeit wieder zurückzugeben? Eigentlich hält die Natur schon Lösungen für diese Fragen bereit. Wir müssen nur bereit sein, diese wahrzunehmen. Artenvielfalt wird hier zum Schlüssel. Kein Klimaschutz ohne Artenschutz.

Bild: Peter Nick
Bild: Peter Nick

Michael Riemann

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